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Gut Kreienfeld
Wenn man etwas über Gut Kreienfeld erzählen will, kommt man nicht daran vorbei,
auch etwas von der Familie Heege zu erwähnen. Die Familie Heege zog Anfang des 19.
Jahrhunderts von Marl nach Halverde. Carl Heege hatte seinen Hof in Marl an eine Zeche
verkauft und erwarb von verschieden Besitzern die - ihnen bei der Markenteilung zugefallenen
- Heideparzellen auf dem Kreienfeld. In den Jahren 1907 und 1908 machte er die Fläche
urbar und baute sich die nötigen Wohn- und Wirtschaftsgebäude.
Familie Heege galt, wie noch heute erzählt wird, als "die Herrschaft", die
unter den bewundernden Blicken der Dorfbewohner sonntags in einer Kutsche vor der Kirche
vorfuhr. Auch hatte Carl Heege für sich und die Seinen inmitten seines florierenden
Besitzes ein stattliches Gutshaus bauen lassen, wie es im Dorf kein zweites gab. Jedoch blieb
die Familie Heege nur bis 1938 in Halverde. Das Dorf Wahn bei Meppen fiel dem Krieg zum Opfer.
Die Wahner Bauern mußten umgesiedelt werden und man trat an Herrn Heege heran, und
veranlaßte ihn, sein Gut zu verkaufen, was ihm zwar widerstrebte, er aber letztendlich
doch einwilligte. Die Familie Heege erwarb ein Ackergut in Sinzing im Rheinland.
Das Kreienfeld wurde aufgeteilt. Vier Familien aus dem Dorfe Wahn kamen am 21. November mit
Sack und Pack nach Halverde. Die Konnemanns, die Harpels, die Dürkens und die Bloms. Die
Verwandten wollten zusammenbleiben und entschieden sich für Halverde. Von den vier
Familien hatte die Familie Konnemann in Wahn den größten Hof besessen. Entsprechend
wurden sie auf dem Kreienfeld entschädigt. Sie zogen ins Gutshaus der Heeges. Josef
Dreising, der Melker bei Heeges war, hatte 30 Morgen Land auf dem Kreienfeld erworben und
machte sich ebenfalls als Landwirt selbständig. Johann Bloms baute sich später im
Dorf ein neues Haus. Heute sind aus den früheren Wahnern Halverder geworden. Soweit zum
Gut Kreienfeld.
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